Der Pfarrgarten soll künftig Wehringens „grünes Herz“ werden

Der Pfarrgarten Wehringen, an der Singold sowie der Pfarrstraße (Kreisstraße A28) gelegen. Luftbild: Karl Rosengart

Fast 3.000 Quadratmeter Grün im Herzen von Wehringen, direkt an der Singold gelegen: Mit dem ehemaligen Pfarrgarten konnte die Gemeinde Wehringen im Jahr 2020 ein besonderes Grundstück von der Pfarrpfründestiftung St. Georg erwerben mit der Maßgabe, es in einen öffentlichen Park umzugestalten und es so für die Allgemeinheit zugänglich zu machen. „Ein kleiner Park mitten in Wehringen direkt an der Singold soll ein Treffpunkt für alle Generationen werden und die Lebensqualität im Ort steigern. Nicht nur vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie kommt solchen Naherholungsangeboten in der unmittelbaren Umgebung eine wichtige Bedeutung zu,“ so Bürgermeister Manfred Nerlinger.

Weite Wiesenflächen mit Bäumen und Sträuchern, Wege, Sitzgelegenheiten, Outdoor-Fitnessgeräte, zusätzliche Stellplätze für Pkw und Fahrräder sowie eine WC-Anlage soll der Park enthalten. Das Herzstück soll jedoch ein abgeflachtes und zugängliches Singoldufer mit Spielzone für Kinder und kleiner Kneipp-Anlage sein. Dazu ist ein Holzsteg über die Singold geplant. 

Damit der Pfarrgarten so barrierefrei wie möglich ausgestaltet wird, hat sich die Gemeinde bereits im Vorfeld im Rahmen einer Ortsbegehung 2018 mit der Audit-Gruppe „Barrierefreier Landkreis“ gemeinsam mit der Behindertenbeauftragten des Landkreises Augsburg abgestimmt. Mit der Umgestaltung des Gartens in eine Parkanlage kommt die Gemeinde Wehringen gleichzeitig der Forderung des Wasserwirtschaftsamts Donauwörth nach, weiteren Retentionsraum für Hochwasser an der Singold zu schaffen. Das Pfarrhaus samt Zufahrt, Garage und Gartenteil bleibt von der Umgestaltung unberührt und befindet sich weiterhin im Besitz der Pfarrpfründestiftung St. Georg.

Der Gemeinderat Wehringen gab im Rahmen des Haushaltsplans 2021 nun grünes Licht für die geplanten Maßnahmen. Der Kostenrahmen beläuft sich je nach Ausgestaltung auf bis zu 480.000 Euro. Aus Mitteln der Bayerischen Städtebauförderung darf die Gemeinde einen Zuschuss in Höhe von 60 Prozent erwarten. Mit den ersten Arbeiten kann voraussichtlich gegen Ende des Jahres begonnen werden, die Fertigstellung von Wehringens „grünem Wohnzimmer“ ist für 2022 vorgesehen.                               

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